Das deutsche Rallye-Rennen

Das größte deutsche Rallye-Rennen wird alljährlich vom ADAC veranstaltet. Sie wurde mit der Hunsrück-Rallye zusammengelegt und ist das deutsche Rennen innerhalb der Rallye-Weltmeisterschaft der FIA. Erstmals ausgetragen wurde sie 1982, damals noch mit Startort Frankfurt am Main. Seit dem Jahr 2000 ist der offizielle Startort Trier, und jedes Jahr gibt es ein Riesenspektakel an der Porta Nigra, wo sich die Autos aufstellen und einen eher symbolischen Start machen. Die eigentlichen Rennen finden an drei Tagen statt und teilen sich auf mehrere Orte auf. Am ersten Tag, dem Freitag, geht es zunächst in die Weinberge. Hier warten engste Feldwege und Haarnadelkurven auf die Fahrer. Am zweiten Tag ist Power angesagt: Auch dem Truppenübungsplatz Baumholder können die Rallyeautos auch mal kurzzeitig richtig ausgefahren werden. Es gibt die Panzerplatte, eine Wertungsprüfung und eine waghalsige Sprungprüfung. Acht geben muss man auf die Steinbrocken, die an den Straßenrändern stehen: sie haben schon für manches Team das vorzeitige Aus bedeutet.

Am dritten Tag ist ebenfalls Highspeed angesagt, diesmal auf den Landstraßen um St. Wendel. Hier kommen auch die Fans voll auf ihre Kosten, weil es am einfachsten ist dem Rennen sicher am Straßenrand zu folgen. Neu ist ein Super Special am Sonntag in Trier, bei dem die Autos drei Runden lang in dreier-Gruppen eine drei Kilometer Strecke durch die Altstadt befahren müssen. Es wird nicht umsonst Circus Maximus genannte – es ist mehr Zuschauerspektakel als wirklich Rennen.

Alljährlich kommen etwa 200.000 Zuschauer zur Rallye-Veranstaltungen in Deutschland. Ein großes Problem für die Veranstalter stellen die Umweltauflagen dar, aber auch die Sicherheit der Zuschauer. Weil diese nicht hinter Zäunen und auf Tribünen sind, müssen besondere Barrikaden aufgebaut werden und Heerscharen von Sicherheitspersonal muss acht geben, dass sie nicht auf die Straße springen, was immer wieder mal vorkommt.

Die Autos die beim Rallye-Sport verwendet werden sind umgebaute und vor allem verstärkte Serienfahrzeuge.